Ein Brief für dein Sternenkind nach einer Fehlgeburt

Du möchtest deinem Sternenbaby einen Brief schreiben, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Hier bist du richtig.

Trauer über das verlorene Kind.

Wut, dass es so gekommen ist. Dass dein Baby tot ist.

Angst, dass dir etwas Ähnliches noch einmal passieren kann.

Schmerz — körperlich und seelisch.

Verwirrung über die bürokratischen Folgen.

Einsamkeit.

Verständnislosigkeit.

Oberflächliches Funktionieren.

Brief an dein Sternenkind. Foto von Debbie Hutson.
Brief an dein Sternenkind. Foto von Debbie Hutson.

Es ist ständig da, dieses nagende Gefühl

Die Reaktionen über eine Fehlgeburt sind nicht immer gleich. Einerseits wird dir der Boden unter den Füßen weggezogen. Andererseits wird dir immer wieder gesagt, dass Fehlgeburten doch auch irgendwie normal sind. Dass das Leben weitergeht.

Wenn es eine frühe Fehlgeburt war, hast du weder Anspruch auf Mutterschutz noch auf eine Geburtsurkunde. Es ist, als würden die Menschen es kurz zur Kenntnis nehmen und dann weitermachen. Du bist dagegen doch immer noch in Gedanken bei deinem Kind.

Du fragst dich, was du falsch gemacht hast.

Du fragst dich, womit du das verdient hast.

Du fragst dich, warum ausgerechnet du da durch musst.

Die Wut auf dich selber brodelt, weil dein Körper es nicht hinbekommen hat, dieses Baby auszutragen. Du fühlst dich einsam und verlassen — vom Baby, aber auch von deiner Umgebung, denn die macht einfach weiter. Vielleicht wussten die anderen Menschen auch noch gar nicht, dass du schwanger warst?

Natürlich hast du Anspruch auf eine Krankschreibung — erst recht, wenn du körperliche Beschwerden oder Schmerzen hast oder ein medizinischer Eingriff nötig ist. Doch nach ein paar Tagen wird von dir erwartet, dass du wieder funktionierst. Im Beruf genauso wie in der Familie (und besonders, wenn du noch weitere Kinder hast).

Ja, einerseits hilft die Ablenkung.

Und andererseits bleibt dieses nagende Gefühl. Dieses Gefühl, dass du nicht abgeschlossen hast mit dieser Schwangerschaft. Dieses Sternenbaby ist wie der berühmte Elefant im Raum: Jeder sieht ihn, niemand spricht es aus, dass er da ist.

Du willst dieses Baby nicht einfach vergessen. Du willst ihm zeigen, dass du es geliebt hast — egal, wie kurz ihr beide zusammen wart.

Eigentlich willst du deinem Kind einen Brief schreiben.

Eigentlich willst du ihm einen Brief schreiben. Doch wann immer du dir die Zeit nehmen willst, stockst du.

Wie fasst man in Worte, was so schwierig auszudrücken ist? Wie ehrlich bist du gegenüber dir selbst und deinem Baby? Und was ist, wenn der Brief dann doch nicht ausdrückt, was du eigentlich sagen willst?

Und wie sollst du das nun auch noch in deinen Alltag quetschen. Eigentlich müsstest du dir mal am Stück Zeit nehmen, aber das klappt ja dann doch nicht.

Es gibt einen Weg

Stell dir vor, du kannst das Schreiben deines Briefes in Gedankenschnipsel von jeweils nur 30 Sekunden packen. Stell dir vor, es ist egal, wenn du in Tränen ausbrichst oder einfach nicht mehr weiter weißt.

Stell dir vor, es ist okay, wenn du mal ein paar Tage gar nicht daran denkst und dann weitermachst.

Stell dir vor, es ist okay, am Ende anzufangen und dann die Geschichte wild durcheinander zu erzählen.

Und stell dir vor, dass dann am Ende dennoch genau derjenige Brief herauskommt, den du deinem Baby eigentlich schon die ganze Zeit schreiben wolltest.

Am Ende hältst du einen Brief in der Hand, der in deinen Worten deine Gefühle ausdrückt. Deine Liebe, deine Trauer, deine Verzweiflung, deine Dankbarkeit.

Am Ende liest du diesen Brief und weißt: Das Leben geht weiter, und die gemeinsame Zeit mit deinem Sternenkind war für dich unglaublich wertvoll.

Verbrenne den Brief an dein Sternenkind. Foto von Nathan Lindal
Verbrenne den Brief an dein Sternenkind. Foto von Nathan Lindal

Du kannst den Brief in euer Stammbuch legen, du kannst ihn vergraben oder verbrennen. Du kannst ihn mit anderen Erinnerungsstücken aufbewahren. Du kannst ihn vorlesen und mit anderen teilen oder du behältst ihn einfach nur für dich.

Lass mich den Brief an dein Sternenkind schreiben

Nein, denkst du dir, das ist nicht möglich. Wie sollte eine andere Person diesen Brief für mich schreiben können?

Wenn du selber nicht die Worte findest, wie soll eine andere Person dann die Worte finden können? Das kann doch gar nicht klappen. Und erst recht nicht bei einer Person, die du gar nicht kennst.

Doch, es ist möglich.

Ich höre dir zu. Ich fühle mich in dich hinein.

Wenn du keine Zeit hast oder dich bei life-Gesprächen unwohl fühlst, sprichst du mir einfach immer genau dann, wenn es dir passt, eine Sprachnachricht auf. Ich schreibe deine Worte auf — in ganzen Sätzen, ohne Äähs, dafür mit all den Stimmungen und Gefühlen, die du in deine Worte legst.

Du sprichst, ich schreibe. Aus den einzelnen Nachrichten zaubere ich dir einen Brief, der in sich stimmig ist. Von Anfang bis Ende ist jedes Wort mit Liebe zum Detail gewählt. Denn genau das verdient dein Sternenbaby: Meine volle Aufmerksamkeit.

Wenn der erste Entwurf des Briefes steht, schicke ich ihn dir. Dann kannst du ihn lesen, wirken lassen und schauen, ob du noch Änderungen umsetzen willst. Ich arbeite diese dann ein.

Bis du den perfekten Brief in den Händen hältst und sich Liebe, Erleichterung und Dankbarkeit in dir entfalten.

Ich kann dir nicht versprechen, dass der Brief alleine dich heilt. Ich kann dir nicht versprechen, dass du damit einen Abschluss findest.

Doch ich kann dir versprechen, dass ich die Worte finde, die dir fehlen. Und damit gibst du dir selbst deine ureigene Stimme zurück, mit der du genau das ausdrücken kannst, was dich bewegt.

Kontaktier mich für ein kostenloses Erstgespräch

Ich bin keine Therapeutin. Umso wichtiger ist es mir, in einem Telefonat (oder in einer Sprachnachricht, falls dir das besser passt), mit dir zu klären, ob wir zusammenpassen. Ich schreibe nur einen Brief für ein Sternenkind nach Fehlgeburt, wenn wir beide uns miteinander wohlfühlen.

Wann könnten wir telefonieren? Ich kann am besten zwischen 8 und 15 Uhr; aber auch abends nach entsprechender Planung 😉

Ich freue mich auf deine Anfrage.

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